Posterous theme by Cory Watilo
Katharina H.

ein Sportwagen für's Bubele

Wow, endlich nach sieben Monaten hat es geklappt: Gestern rief das Sanihaus an, dass der neue Rehawagen da ist und brachten ihn auch gleich am Nachmittag vorbei. SIEBEN MONATE hin und her , sieben Monate übelster Kampf bis die AOK endlich eingesehen hat, dass der alte , aus gebrauchten Teilen zusammengebaute, Rehawagen weder brauchbar noch passbar von der Grösse her war. Hier mal das neue gute Stück :

Das einzige was bissi anders ist, ist dass man jetzt auch sieht dass es kein normaler Buggy ist, finde ich. Er wirkt bulliger und man sieht dass es nicht für ein kleineres Kind gemacht ist! Aber er hat vorne bewegliche Räder , was ihn viel leichter bewegen lässt, er ist etwas leichter und schöner zu steuern . Ein richtig neues Schiebegefühl, und wenn man jeden Tag 15 Kilo Kind rumschieben muss, merkt man auch schnell den Unterschied. Einzigstes Manko , das Verdeck kommt etwas später, weil man es ja extra begründen muss, warum man es braucht , in Franzls Fall wegen seinen epileptischen Anfällen. Ähnlich ist es auch beim Fusssack, den bekommt er dann auch weil sonst seine Beine nicht richtig durchblutet werden durch die Kälte, also besonders das rechte spastische, dass er ja kaum bewegt. Eigentlich traurig dass man das jetzt auch noch begründen und angeben muss, da die AOK ja eigentlich alle ärztlichen Unterlagen hat und da auch alles drinsteht *hmpf aber naja ... Bürokratie live :) Ich bin froh dass jetzt Wagen und Orthesenschuhe da sind :) sieben Monate sind ne lange Zeit und es hat uns einige Nerven gekostet *grrrr !

Stempel drunter ...

...da unten auf dem Zettel :) Heute morgen hatten wir Besuch, von der Chefin der Reha-abteilung der Aok. Bisschen befremdlich war es schon, aber die gute Frau war sehr nett und wir mussten auch nicht lange drum herum reden, uns allen war ja an einer Lösung zum Thema Rehawagen gelegen und zum Glück war auch der Chef von unserem Sanihaus schon etwas eher gekommen. Man konnte deutlich sehen , dass das ganze Fahrgestell im Eimer war, denn der Wagen war ein Secondhand und nur einzelne Teile erneuert. Wir waren so unendlich froh , dass endlich mal die ganze Sache beendet war, seit Monaten diskutieren wir nun mit der AOK und das nur weil eine Bearbeiterin alles durcheinander gebracht hatte. Einen neuen Gehtrainer haben wir auch , einen kleineren. Jetzt heisst es also üben , üben und nochmals üben. Aber auch da habe ich mir schon etwas ausgedacht, schliesslich haben wir nicht umsonst schon seit Monaten Ergotherapie ;) da kann man sich einiges abschauen . Nur ein bisschen mussten wir um unsere Wintersack und Rehawagenverdeckrezepte bangen, denn da gibt es genaue Vorgaben, was ein Kind haben muss, damit dies genehmigt wird. Beim Wintersack zum Beispiel muss die Durchblutung der Beine gefährdet sein, und das ist ja bei Francis der Fall, denn durch die Spastik bewegt er seine Beine im Rehawagen nicht und somit kühlt er schneller aus. Beim Rehawagendach ähnlich, dort sprechen seine Epilepsieanfälle dafür, dass er ein Dach bekommt, damit er vor Sonne geschützt wird und somit weitere Anfälle vermieden werden können. Irgendwie blöde, dass man bei Francis Hemiparese und Hirnleiden alles wieder auskramen musste, aber genau sowas muss auf den Rezepten stehen, damit sie genehmigt werden. Also wieder zum Hausarzt und alles nochmal auf neu *puh ! In gut vier Wochen haben wir unseren neuen Wagen, Farben suchen wir nächste Woche aus.Und nächste Woche kommen die Herbstschuhe. Ausserdem bekamen wir noch einen Tipp vom Chef des Sanihauses . Wir sollten uns einen Termin bei einer Ärztin in Giessen (Klinik) machen lassen, die besonders auf Kinder mit Spastiken und Botox spezialisiert ist. Er kenne sie persönlich , würde bei ihr um einen schnelleren Termin bitten und sogar mitkommen. Wir werden das auf jeden Fall machen , es ist immer gut eine zweite Meinung zu hören. Gerade bei so wichtigen Entscheidungen, schließlich steht auch noch eine Operation aus :(  (Achillissehne) ... Das Einzige was nicht so toll ist , sind die hiesigen Zuzahlungen *gnaahhhh vorallem beim Wintersack : 125 Euro *pfffttt dafür hat man ihn paar Jahre ... Hauptsache Bubele gehts gut :)

Nur Einsame folgen dem Anführer... * Edit * Delete * Autopost

Gruppenzwang ist ein allgegenwärtiges Problem, jedoch nicht nur bei Jugendlichen, auch viele Erwachsene fügen sich immer mehr dem Zwang bestimmter Gruppen. Gruppenzwang klingt sehr gefährlich und das kann es mitunter auch sein. Wenn man zum Beispiel einfach wegschaut, obwohl man weiß , dass jemand Hilfe benötigt. Oder wenn man die falschen wichtige Entscheidungen trifft. Doch was könnten die Gründe sein, warum jemand lieber in der Masse verschwindet und nicht den Mut hat , seine eigene Meinung zu vertreten? Angst vor dem Alleinsein? Angst vor Ausgrenzung? Weil der Mensch ein Herdentier ist? Liegt es am mangelndem Selbstwertgefühl und meint man dass man sich in der Masse sicherer fühlt? Wenn man schweigt, sagt man dann nicht JA zu Unrecht? PS: Udo Jürgens hat ja immer ein passendes Lied für jede Lebenslage :)